Neuigkeiten SF-Literatur

Icon News

 


Beinahe schon museumsreif...

Die Zeit schreitet fort: Schon kann man die Steinmüllers in Ausstellungen zur Geschichte finden.

Zum einen wird in der Wechselausstellung „Science Fiction in Deutschland“ im Haus der Geschichte Bonn der "Traumfabrikant" ausgestellt, jener "Glaskopf", den die Steinmüllers 1988 von den SF-Freunden der DDR für ihr "Gesamtwerk" erhielten; zumindest war es ja fast schon das Gesamtwerk in der DDR-Epoche.

Zum anderen begeht die Insel-Bücherei in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum. Zum runden Geburtstag wiedereröffnete die Leipziger Buchwissenschaft unter Professor Siegfried Lokatis am 05.November 2012 die Ausstellung „100 Jahre überstanden! Inselwelten.“

Zwischen 1972 und 1989 bastelte Karlheinz jedes Jahr für Angela ein individuelles Inselbuch mit Erstentwürfen von Erzählungen wie „Korallen des Alls“ und fiktiven Sachbeiträgen über Zwerge (First & Last Annual Congress of Gnomistics) und Roboter (Enzyklopädisches Handlexikon und Roboter- Knigge) oder mit Materialsammlungen, Listen und Landkarten zu den Romanen „Pulaster“ und „Traummeister“. Zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Inselwelten“ am 5. November 2012 wurden diese Bücher vorgestellt. Sie geben nicht nur den Freunden der Science-Fiction-Literatur einen Einblick in den Arbeitsprozess. 

 


 Langfristperspektiven -
zwischen Zukunftsforschung und Science Fiction

Stanislaw Lem hat einmal die Suche nach außerirdischen Zivilisationen als den heimlichen Alliierten der Futurologie bezeichnet. Was können wir aus dem "Schweigen des Universums" über die Zukunft der Menschheit lernen? Karlheinz Steinmüller ist dieser Frage in dem Vortrag "Die Welt in 100 Jahren. Langfristperspektiven aus der Sicht von Science Fiction und Zukunftsforschung", nachgegangen, den er auf den 28. Tagen der Raumfahrt im November 2012 in Neubrandenburg gehalten hat. Einen Live-Mitschnitt des Vortrags gibt es hier.


Computerdämmerung

Was passiert, wenn eine Art Grippe-Virus das für religiöses Empfinden zuständige Gehirnzentrum lahmlegt? Wie werden die Zweiten Menschen - jene intelligenten Erdbewohner, die uns nach einem langen evolutionären Rückfall ablösen werden - über uns, die Ersten Menschen, denken? Und was passiert, wenn Roboter-Püppchen in den Kinderzimmern den Ton angeben?

Der neue Band 6 in der Steinmüller-Werkausgabe umfasst insgesamt 21 Erzählungen. Zehn davon sind "runderneuerte" Storys aus "Der letzte Tag auf der Venus" und "Windschiefe Geraden", acht erschienen bislang nur in diversen Anthologien oder Zeitschriften, drei sind für den Band 6 neu geschrieben worden.

Das Buch kann über die neuen Internetseiten des Shayol-Verlags bestellt werden.

 


 Internetz auf Japanisch

  Cover Japan

Die Erzählung "Das Internetz in den Händen der Arbeiterklasse" ist in japanischer Übersetzung im Rahmen des Sammelbands "Beste SF und Fantasy Anthologie der osteuropäischen Länder" (Verlag Tokyo Sogensha, 2011) erschienen. Zuvor schon hat ein japanischer SF-Freund die Story als eine sehr anspruchsvoll gestaltete A5-Broschüre publiziert. Im Nachwort werden unter anderem DDR-typische Abkürzungen - wie FDJ oder AdW - erklärt. Mehr Informationen auf der japanischen Webseite www.JUNGWALD.com.

 


Wende-Reminiszensen

Was damals in der DDR geschah, war reinste Science Fiction: unvorstellbar, überraschend, tiefgreifend, dramatisch, eben einfach "Wahnsinn". Als kleine Reminiszenz an diese verrückte Zeit soll der damals verfasste Text "Den Träumen trauen" dienen - und als große Reminiszenz die Tagebuchaufzeichnungen "Aus Wendezeiten" vom 14.9.1989 bis zum 15.11.1989.


 

 

Design © 2008 Sascha Kubath