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Band 7 und 8 bei Memoranda

Im Imprint Memoranda des Golkonda Verlags sind im Sommer 2017 die Bände 7 und 8 der Steinmüller-Werkausgabe, beide in Zusammenarbeit mit Erik Simon und als Crossover mit der Simon-Werkausgabe, erschienen.

Band 7: Die Wurmloch-Odyssee. Eine Weltraum-Operette

Andere schreiben bierernste Weltraumopern mit viel Lasergeballer und explodierenden Planeten. Wenn sich aber die Steinmüllers mit Erik Simon zusammentun, ergibt sich eher eine lockere und parodistische Weltraum-Operette:

Sind Sie schon einmal einem zeitfressenden Weltenlaicher begegnet? Oder auf zwei halben Planeten gelandet? Haben sie schon einmal in einem Raumschiff-Chor Hreng-Lieder einstudiert? Oder eine verschollene Raumkolonie entdeckt? – Nein? Dann müssen Sie sich der Mercurius Quarbis auf ihrem Irrflug von Wurmloch zu Wurmloch anschließen. An Heimkehr zur Erde ist freilich dann vorerst nicht zu denken, denn das kleine irdische Raumschiff hat seinen Wurmloch-Navigator verloren und verfranzt sich immer tiefer ins All…

Golkonda Verlag München 2017, Imprint Memoranda, ISBN 978-3-946503-16-3 

Band 8: Leichter als Vakuum

Simon Zwystein, ein großer Freund der Kryptohistorik, sammelt und editiert Texte, die einige markante Lücken in der offiziellen Geschichtsschreibung schließen.

Wieso starb die Bevölkerung Maltas am Ende der Tarxien-Epoche aus?

Wie eng war das Band zwischen Karl dem Großen und Harun ar-Raschid?

Erreichte ein Deutscher schon 1935 den Mond?

Als Zwysteins größte Leistung ist wahrscheinlich die Wiederentdeckung der deutschen SF-Novelle "Die Größte Reise" anzusehen, die im Jahr 1909 in den USA veröffentlich wurde.

Golkonda Verlag München 2017 Imprint Memoranda, ISBN 978-3-946503-17-0 


 "Gott und das Virus oder Der Augenstein" gleich zwei Mal auf Russisch   

Nachdem bereits Ende 2015 die Erzählung aus dem Band "Computerdämmerung" in leicht überarbeiteter Fassung in dem russischen Magazin für Science Fiction und Zukunftsforschung "Esli"erschienen ist, folgte Anfang 2016 eine weitaus bessere Übersetzung in einem Buch, herausgegeben vom Verlag "Olymp-Biznes", das vorwiegend prognostische Sachbeiträge, aber auch vier SF-Erzählungen enthält: "Vyzov 2035" (Herausforderung 2035). Die anderen SF-Autoren sind Je. Lukin, S. Lukianenko und A. Pervushin. Das gesamte Buch kann von einer Seite der russischen Wagniskapitalfirma Rusventure heruntergeladen werden. 


Erste Monographie über die Steinmüllers

Der Luxemburgische Literaturwissenschaftler David Draut hat sich in seiner Doktorarbeit mit dem Verhältnis von Natur und Technik in den SF-Büchern der Steinmüllers auseinandergesetzt. Er fand die Visionen "zwiespältig"... Die Dissertationsschrift ist 2014 im Tectum Verlag Marburg erschienen. Eine Rezension unter Literaturkritik.de gibt einen groben Einblick.


Im Web und im Buchladen

Im März 2014 hielt Karlheinz einen Vortrag über Zukunftsforschung und Science Fiction vor dem Berliner Andymon-Club. Méô Mespotine, der bekannte Podcaster, Autor und Publizist, hat eine Audio-File des Vortrags aufgenommen und anschließend noch Karlheinz interviewt: insgesamt etwa 2 1/2 Stunden zum Zuhören. Wer möchte, kann dies auf der Phantastika-Seite von Méô Mespotine tun.

Ebenfalls ganz neu ist das Buch von David Draut aus Luxemburg über die Steinmüllers: "Zwiespältige Zukunftsvisionen: Das Autorenpaar Steinmüller und die ostdeutsche utopische Science Fiction". Eine überaus gründliche - und zudem noch gut lesbare! - wissenschaftliche Arbeit! Hier bei Amazon.

Herzlichen Dank Méô! Herzlichen Dank David!


Atlantis muss untergehen!

Das Thema Atlantis hat seit langem SF-Autoren und Kryptoarchäologen fasziniert. Auf dem Penta-Con 2013, dem SF-Treffen in Dresden, hat Karlheinz am 9. November seine Abenteuer mit Atlantis vorgetragen.

Einen Einblick gibt ein Artikel "Atlantis muss untergehen!", der im Begleitheft zum Penta-Con, der Con-TERRAsse 8, erschienen ist. Bereits im Begleitheft zum Penta-Con 2011, der Con-TERRAsse 7, ist der nostalgisch gefärbte Aufruf "Lest schlanke Bücher!" erschienen.

 


Beinahe schon museumsreif...

Die Zeit schreitet fort: Schon kann man die Steinmüllers in Ausstellungen zur Geschichte finden.

Zum einen wurde in der Wechselausstellung „Science Fiction in Deutschland“ zuerst im Haus der Geschichte Bonn dann im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig der "Traumfabrikant" ausgestellt, jener "Glaskopf", den die Steinmüllers 1988 von den SF-Freunden der DDR für ihr "Gesamtwerk" erhielten; zumindest war es ja fast schon das Gesamtwerk in der DDR-Epoche.

Zum anderen beging die Insel-Bücherei im Jahr 2012 ihr 100. Jubiläum. Zum runden Geburtstag eröffnete die Leipziger Buchwissenschaft unter Professor Siegfried Lokatis am 05.November 2012 die Ausstellung „100 Jahre überstanden! Inselwelten.“

Zwischen 1972 und 1989 bastelte Karlheinz jedes Jahr für Angela ein individuelles Inselbuch mit Erstentwürfen von Erzählungen wie „Korallen des Alls“ und fiktiven Sachbeiträgen über Zwerge (First & Last Annual Congress of Gnomistics) und Roboter (Enzyklopädisches Handlexikon und Roboter- Knigge) oder mit Materialsammlungen, Listen und Landkarten zu den Romanen „Pulaster“ und „Traummeister“. Zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Inselwelten“ am wurden diese Bücher vorgestellt. Sie geben nicht nur den Freunden der Science-Fiction-Literatur einen Einblick in den Arbeitsprozess. 

 


 Langfristperspektiven -
zwischen Zukunftsforschung und Science Fiction

Stanislaw Lem hat einmal die Suche nach außerirdischen Zivilisationen als den heimlichen Alliierten der Futurologie bezeichnet. Was können wir aus dem "Schweigen des Universums" über die Zukunft der Menschheit lernen? Karlheinz Steinmüller ist dieser Frage in dem Vortrag "Die Welt in 100 Jahren. Langfristperspektiven aus der Sicht von Science Fiction und Zukunftsforschung", nachgegangen, den er auf den 28. Tagen der Raumfahrt im November 2012 in Neubrandenburg gehalten hat. Einen Live-Mitschnitt des Vortrags gibt es hier.


Computerdämmerung

Was passiert, wenn eine Art Grippe-Virus das für religiöses Empfinden zuständige Gehirnzentrum lahmlegt? Wie werden die Zweiten Menschen - jene intelligenten Erdbewohner, die uns nach einem langen evolutionären Rückfall ablösen werden - über uns, die Ersten Menschen, denken? Und was passiert, wenn Roboter-Püppchen in den Kinderzimmern den Ton angeben?

Der neue Band 6 in der Steinmüller-Werkausgabe umfasst insgesamt 21 Erzählungen. Zehn davon sind "runderneuerte" Storys aus "Der letzte Tag auf der Venus" und "Windschiefe Geraden", acht erschienen bislang nur in diversen Anthologien oder Zeitschriften, drei sind für den Band 6 neu geschrieben worden.

Das Buch kann über die neuen Internetseiten des Shayol-Verlags bestellt werden.

 


 Internetz auf Japanisch

  Cover Japan

Die Erzählung "Das Internetz in den Händen der Arbeiterklasse" ist in japanischer Übersetzung im Rahmen des Sammelbands "Beste SF und Fantasy Anthologie der osteuropäischen Länder" (Verlag Tokyo Sogensha, 2011) erschienen. Zuvor schon hat ein japanischer SF-Freund die Story als eine sehr anspruchsvoll gestaltete A5-Broschüre publiziert. Im Nachwort werden unter anderem DDR-typische Abkürzungen - wie FDJ oder AdW - erklärt. Mehr Informationen auf der japanischen Webseite www.JUNGWALD.com.

 


Wende-Reminiszensen

Was damals in der DDR geschah, war reinste Science Fiction: unvorstellbar, überraschend, tiefgreifend, dramatisch, eben einfach "Wahnsinn". Als kleine Reminiszenz an diese verrückte Zeit soll der damals verfasste Text "Den Träumen trauen" dienen - und als große Reminiszenz die Tagebuchaufzeichnungen "Aus Aufbruchzeiten" vom Herbst 1989.


 

 

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