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Angela L. Steinmüller


Angela, Jahrgang 1941, wuchs in Berlin auf. Sie arbeitete u. a. in der Geschäftsstelle der Evangelischen Studentengemeinden in der DDR. Nach dem Abitur an einer Abendschule studierte sie von 1971 bis 1975 Mathematik an der Berliner Humboldt-Universität und schrieb ihre Diplomarbeit über abstrakte Automatentheorie. Danach arbeitete sie als Organisator in der EDV. Seit 1980 ist sie freischaffende Autorin und publiziert in der Regel gemeinsam mit Karlheinz.

Im Rahmen des Projektes "Der weiße Fleck. Verdrängte Wirklichkeit in DDR-Literatur und -Geschichte" der "Literaturbrücke e. V." hat Angela in den Jahren 1991-1993 das Zukunftsbild der utopischen Literatur der DDR untersucht. Die Ergebnisse des Projekts wurden insbesondere in dem Band "Vorgriff auf das Lichte Morgen. Studien zur DDF-Science Fiction" publiziert (siehe SF-Seiten).

Als Freiberuflerin führte Angela auch Recherchen für das wissenschaftshistorische Einstein-Projekt der Princeton University durch. Derzeit befasst sie sich mit der Geschichte der Science Fiction und mit aktuellen Zukunftsvisionen.



Karlheinz Steinmüller


Beschäftigung mit der Zukunft

Karlheinz Steinmüller, Jahrgang 1950, Diplomphysiker und promovierter Philosoph, ist Gesellschafter und wissenschaftlicher Direktor der Z_punkt GmbH. The Foresight Company Essen und Berlin. Derzeit beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit Zukunftsstudien im Auftrag von namhaften deutschen Unternehmen und der Europäischen Kommission. Bei den Studien stehen in der Regel Fragen der künftigen Technologieentwicklung, aber auch soziale und kulturelle Umfeldtrends im Zentrum der Untersuchungen. Weitere Interessenschwerpunkte sind Grundlagen- und Methodenfragen der Zukunftsforschung - speziell "Wild Cards", überraschenden Störereignisse - sowie die Geschichte des Zukunftsdenkens.
Karlheinz arbeitete von 1991 bis 2001 als Wissenschaftler und Projektmanager am SFZ (Sekretariat für Zukunftsforschung gGmbH Gelsenkirchen). In dieser Zeit hat er sich u. a. mit dem Nutzen der Science Fiction für die Zukunftsforschung und kulturellen Wirkungen von Virtuellen Realitäten, befasst.


Hintergrund

Karlheinz hat das Abitur an einer Spezialklasse für Mathematik und Naturwissenschaften der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt (der jetztigen TU Chemnitz) abgelegt und dort sowie der Humboldt-Universität Berlin Physik und Philosophie studiert, eine Diplomarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Festkörperphysik verfasst und über das Thema "Die Maschinentheorie des Lebens. Philosophische Probleme des biologischen Mechanizismus" promoviert (Dr. phil., 1977) . Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR hat er sich von 1977 bis 1982 mit der mathematischen Modellierung, Computersimulation und Steuerung von Ökosystemen (speziell Agroökosystemen) und theoretischen Fragen der Populationsdynamik beschäftigt. Von 1982 bis 1990 war er freischaffender Schriftsteller.



Die Zusammenarbeit


Seit etwa 1980 schreiben Angela und Karlheinz Steinmüller gemeinsam Science Fiction und Sachbücher. Sie haben bisher insgesamt vier Romane, vier Erzählungsbände, eine Darwinbiographie, drei Sachbücher über Zukunftsvisionen sowie zahlreiche separat publizierte Stories und Essays und einige Hörspiele veröffentlicht.

Für ihre Arbeiten wurde die Steinmüllers 1988 mit dem "Prix Européen de la Science-Fiction" der Société Européenne de la Science Fiction und im selben Jahr mit dem "Traumkristall"-Preis der SF-Freunde der DDR ausgezeichnet. Von 1988 bis 1990 war Karlheinz Mitglied des Vorstandes des DDR-Schriftstellerverbandes. 1992 erhielt Angela für ihre Story "Der Kerzenmacher" den "Kurd-Laßwitz-Preis". Derselbe Preis wurde den beiden 2004 für die Erzählung "Vor der Zeitreise" und zusammen mit Erik Simon auch für die gemeinsam verfasste Kurzgeschichte "Leichter als Vakuum" im Jahr 1995 verliehen.

Angela und Karlheinz Steinmüller sind beide Mitglieder im Science Fiction-Club Andymon und im EDFC - Ersten Deutschen Fantasy Club.

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