In Werken wie Summa technologiae (1964) oder Golem XIV (1973) hat sich Stanisław Lem sehr früh mit dem auseinandergesetzt, was wir heute Künstliche Intelligenz (KI) nennen. Wird die KI den Menschen übertrumpfen, ihn vielleicht schon bald entthronen und ihm wie der Supercomputer Golem XIV schon im Jahr 2029 gründlich die Leviten lesen?
Mein Porträt Stanisław Lems im Journal für Philosophie der blaue reiter (Nr. 57) geht der Frage nach, wie Lem zu seinen phantasievollen Fiktionen und sachlichen Ausblicken kam, wie er sich in immer neuen Gedankenexperimenten mit den Chancen und Grenzen zukünftiger Technologien auseinandersetzte und vieles vorwegnahm, was heute heftig diskutiert wird. Lems Spekulationen waren tief in der Kybernetik verwurzelt und gingen doch weit über diese hinaus.