Die Erzählung „Marslandschaften“ aus dem gleichnamigen 10. Band der gesammelten Werke Marslandschaften hat den Kurd-Laßwitz-Preis in der Kategorie „Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe 2020“ erhalten. Die Steinmüllers wurden in früheren Jahren bereits dreimal mit dem Kurd-Laßwitz-Preis für die beste deutschsprachige Erzählung ausgezeichnet – einmal Angela allein, dann beide zusammen sowie zu dritt mit Erik Simon. Hélène Smith, das (reale) Medium, das den Anstoß zu dieser Erzählung gab, hat sowohl fiktionale Marslandschaften als auch ihren marsinaischen Gewährsmann Astané gemalt (aus dem Buch von Théodore Flournoy: »Des Indes à la Planète Mars. Étude sur un cas de Somnambulisme avec Glossolalie«, 1900). Astané selbst scheint immer noch auf der Erde zu weilen. Er hat jedenfalls auf die Laudatio auf die Preisträger mit einer überaus empörten Email geantwortet.

Der Kurd-Laßwitz-Preis wird seit 1980 alljährlich in bis zu acht Kategorien zur deutschsprachigen Science Fiction vergeben. Dabei stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert. Mehr Informationen auf der Website des Kurd-Laßwitz-Preises.

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